• Equitana 2011 Innovationspreis!

    D-Dust: Winner of the Equitana Innovation Award 2011!

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Pferdegesundheit

Gesunde Atemwege sind essentiell für ein gesundes Pferd. Pferde mit beschädigten Atemwegen oder Lunge haben nicht nur ein sehr ungesundes Leben, sondern bringen natürlich auch weniger Leistung.

Atemwegsprobleme: Ein häufiges Problem

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass 42 % der Pferde an Lungenprobleme leiden. Bei 20 % der Tiere wird ein Tierarzt um Rat gefragt. Meistens werden die Probleme durch Feinstaub verursacht, mit den damit verbundenen Krankheitsymptomen.

Wichtige Symptome

Jedes Pferd hustet einmal. Es ist of schwierig fest zu stellen wann es sich um ein einfaches husten handelt und wann ein Tierarzt gerufen werden muß. Pferde haben eine natürliche Art und Weise um Staub aus der Luft zu filtern und die Lungen selbst zu reinigen. In den Luftwegen (Nase, Rachen, Luftröhre und Lungenbläschen) sitzen Schleimhäute und feine Haare die die Staubteilchen auffangen. Schleim und aufgefangener Staub werden abgehustet oder durch die Nase ausgeschieden. Der größte Teil wird bereits in den vorderen Luftwegen aufgefangen. Feinstaub dringt jedoch in die tiefen Luftwege bis zu den Bronchien vor. Husten ist die natürlichste Art die Luftwege zu reinigen. Staub, Pollen und Schleim werden auf diese Weise aus den Luftwegen abgeführt. Wenn es mehr als ein einfacher husten wird, kann das Pferd folgende Probleme haben:

1.            R.A.O.  / Dämpfigkeit

2.            I.A.D

3.            Erkältung

4.            Heuschnupfen

5.            Erkrankung der oberen Luftwege

COPD / RAO

Die wichtigste chronische Erkrankung der Atemwege bei Pferden ist COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) bzw. COB (Chronisch Obstruktive Bronchitis). Derzeit wird diese Erkrankung auch RAO genannt (Recurrent Airway Obstructive). Im Volksmund nennen wir es Dämpfigkeit. Was hat ein dämpfiges Pferd?  Dämpfigkeit wird durch Schimmel verursacht, um genau zu sei wird von einer Allergie gegen Schimmelsporen gesprochen.

Wie funtioniert das?

Schimmel und Schimmelsporen werden vom Pferd eingeatmet, da sie an Staub gebunden sind. Nach dem einatmen erreichen diese Teilchen die tiefen Luftwege und das eigentliche Lungengewebe. Als Reaktion darauf, bringt der Körper weiße Blutkörperchen aus dem Blut in die Lungenbläschen und das Immunsystem macht danach Antikörper um die Schimmelinfektion aus den Atemwegen zu entfernen. Dabei wird etra Schleim produziert um die Infektion durch die Luftwege abzuführen.

Durch die zunehmende Menge an Schleim beginnt das Pferd zu husten um die Luftwege sauber zu halten. Bei Tieren mit einer Allergieanlage reagiert das Immunsystem übermäßig auf die Schimmelsporen. Der Körper macht obendrein kaim einen Unterschied zwischen Schimmel und anderen unschuldigen organischen Stoffen (wie Staub aus der Luft). Das Immunsytem reagiert darauf nun genauso wie es auf die Schimmelinfektion reagiert. Das allergische Pferd reagiert beim einatmen einer gewissen Konzentration von Feinstaub mit dem gleichen Effekt wie es auf Schimmelsporen reagiert. Im schlimmsten Fall können sich sekundärinfektionen entwickeln oder das Pferd wird zum chronischen Huster wobei Lungenbläschen geschädigt werden und ein Lungenemphysem entsteht.

Nicht alle Pferde werden krank

In den letzten Jahren kommt es immeröfter vor, dass Pferde eine Allergie durch Schimmelsporen entwickeln und auf Feinstaub reagieren. Es gibt Pferde die dafür veranlagt sind (wenn auch nicht genetisch). Eine exacte Ursache kann hierbei jedoch nicht gefunden werden. Bei anderen Pferden entwickelt sich diese Allergie durch verschiedene Faktoren wie etwa ein geschwächtes Immunsystem, zu hohes Staubaufkommen mit zu starker Schimmelsporenbelastung, ein Zusammenhang mit einer weiteren Infektion, konstant hohe Ammoniakkonzentrationen etc. Meistens findet man diese Erkrankungen bei Pferden ab 8 Jahren. Bei Trabern auch schon bei 2-jährigen Pferden. Nur 5 % der chronisch hustenden Pferde hat eine Pollenallergie die vergleichbar mit dem menschlichen Heuschnupfen ist.

Was ist IAD (Inflammatory Airways Disease)?

Bei IAD blockiert der Durchgang der Bronchien zum größten Teil duch übermäßige Mengen an Schleim auf den Schleimhäuten.  Das beschränkt den O2 und CO2  Austausch und macht das Atmen deutlich weniger effektiv. Dies führt zu einem erhöhten Aufand und Energieverbrauch um Atem zu holen. Sowohl eine Bakterieninfektion als ach Schimmel der Viren können zu IAD führen. Studien zeigen jedoch dass diese Infektionen keinen permanenten Zustand dieser Art verursachen. Oben auf der Liste der Ursachen für IAD stehn Stoffe aus der direkten Umgebung des Pferdes: Staub, Allergene (z.B. Pflanzenpollen, Schimmelsporen im Heu) sowie Endotoxine (Ausscheidungen von Bakterien). Sensibele Pferde haben eine Immunreaktion auf diese Stoffe und produzieren Antikörper um diese Infektion zu besiegen.

Diese Reaktion manifestiert sich als Entzündung der Lungen, womit sich Flüssigkeiten, Zellen und Abfallstoffe in den Lungen ansammeln und den Durchgang durch die Lungenblässchen blockieren.

Die Schwere der Symptome der Krankheit ist relativ zu dem Maße der Blockade. Oft ist es eine Reaktion bei jungen Pferden die das erste mal zusammen kommen und unter dem Einfluß unterschiedlichster Infektionsherde stehen und nun erst einmal Antikörper bilden müssen.

Bei Pferden mit IAD kann eine Immunreaktion auch zu einem Übermaß an Hyperaktivität in den Luftwegen führen. Die starke Verengung der Atemwege kann eine Reaktion auf Schimmelsporen, Staub oder sehr kalte Luft sein. Dies kann sich noch weiter potenzieren und es beginnt ein Teufelskreis aus Ansteckung, Überempfindlichkeit und weiterer Verengung. Dies kann nur mit sorgfältigem Management des Pferdes und Behandlung unterbrochen werden.

Foto: Staub aus Stroh und anderem Einstreu ist verantwortlich für den größten Anteil von Staub im Stall

Klicken Sie hier für mehr Informationen über IAD   IAD w.o. 

Klicken Sie hier für einen Hintergrundartikel über R.A.O. (in niederländischer Sprache) Microsoft Word – deprez

Den Staub anpacken

Bei allen Pferden, aber sicherlich bei den hustenden Pferden ist es von enormer Wichigkeit den Staub in der Pferdeumgebung zu minimieren, besonders wenn das Pferd den größten Anteil des Tages im Stall verbringen. Aber woher kommt der Staub? Viele Pferdehalter denken, dass der meiste Feinstaub aus dem Heu kommt.

Viele Pferdebesitzer denken dass der meiste Feinstaub aus dem Heu kommt. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass nur grade einmal 20 % des Staubes durch das Heu entstehen. Der meiste Feinstaub entsteht durch das Einstreu (Stroh, Flax oder Holzschnitzel etc.). Wenn ein Pferdebesitzer das Staubproblem also anpacken möchte, muß er eine Möglichkeit finden sowohl den Staub aus dem Heu, aber auch aus dem Einstreu zu entfernen.

Hurkyson kommt mit einer innovativen Lösung: Der “D-Dust”

Um das Staubproblem in Pferdeställen anzugehen, hat die niederländische Firma “Hurkyson” eine sehr innovative und paptentierte Maschine entwickelt: den “D-Dust”. Diese Maschine entfernt den Feinstaub aus dem Raufutter und aus Einstreumaterialien. Das besondere dabei ist dass dabei kein Wasser benutzt wird. Der “D-Dust” ist dazu geeignet Materialien wie Heu, Heulage, Stroh, Holzschnitzel und Holzspäne und andere Einstreuarten zu entstauben.

Wie funtioniert der “D-Dust”? 

Sehen wir uns Stroh einmal genauer an. Stroh kann lose, in kleinen Ballen oder als große Rund- oder Vierkantballen für den Hurkyson “D-Dust” verwendet werden. Das Stroh wird zunächst vollautomatisch in die Maschine eingeführt dort auseinander genommen und zum Schluß trocken gereinigt. Der (Fein-)Staub der sich im Stroh befindet wird abgesogen und in einem Auffangbehälter gesammelt. Nach dem reinigen des Strohs kann es lose verwendet werden, oder wird wieder in kleine Ballen gepresst. Mit anderen Worten: die Maschine macht aus großen Strohballen vollautomatisch kleine Ballen wobei zusätzlich nahezu aller (Fein-)Staub und Schimmelsporen entfernt werden. Dadurch dass die Maschine das Material trocken reinigt, vermeidet man das entstehen von Schimmel und muffigen Futtermitteln. Das Material kann problemlos einige Tage gelagert werden. Der Hurkyson “D-Dust” wird in verschiedenen Größen geliefert: eine kleinere Version für kleine Betriebe (bis 5 Pferde) bis hin zu großen Versionen für Pensionsställe.

Das Resultat

Durch die enorme Reduktion von (Fein)-Staub im Pferdestall wird eine ansehnliche Verbesserung vom Stallklima erzeugt. Nicht allein für die Pferdem sondern auch für die Menschen die dort arbeiten müssen. In naher Zukuft werden uns europäische Arbeitsgesetze dazu zwingen die Staubkonzentration in Pferdeställen zu reduzieren. Mindestens genauso wichtig ist jedoch der Umstand, dass wir mit einem viel besseren Stallklima auch die Gesundheit der Pferde unterstützen.